| Frost (by a.k.) |
Mittwoch, 15. Februar 2012
Sonntag, 29. Januar 2012
SHOW ME THE PLACE
[...]
Show me the place
Help me roll away the stone
Show me the place
I can’t move this thing alone
Show me the place
Where the Word became a man
Show me the place
Where the suffering began
[...]
(Leonard Cohen: Old Ideas, Sony Music 2012)
Show me the place
Help me roll away the stone
Show me the place
I can’t move this thing alone
Show me the place
Where the Word became a man
Show me the place
Where the suffering began
[...]
(Leonard Cohen: Old Ideas, Sony Music 2012)
Sonntag, 15. Januar 2012
Zwischen Weinen und Lachen
Christian Morgenstern:
Zwischen Weinen und Lachen
Zwischen Weinen und Lachen
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
Eine Mondgöttin
und eine Sonnengöttin
stoßen im Spiel sie
hinüber, herüber.
In der Mitte gelagert:
Die breite Zone
eintöniger Dämmerung.
Hält das Helioskind
schelmisch die Schaukel an,
übermütige Scherze,
weiche Glückseligkeit
dem Wiege-Gast
ins Herz jubelnd,
dann färbt sich rosig,
schwingt er zurück,
das graue Zwielicht,
und jauchzend schwört er
dem goldigen Dasein
dankbare Treue.
Hat ihn die eisige Hand
der Selenetochter berührt,
hat ihn ihr starres Aug,
Tod und Vergänglichkeit redend,
schauerlich angeglast,
dann senkt er das Haupt,
und der Frost seiner Seele
ruft nach erlösenden Tränen.
Aschfahl und freudlos
nüchtert ihm nun
das Dämmer entgegen.
Wie dünkt ihm die Welt nun
öde und schal.
Aber je höher die eine Göttin
die Schaukel zu sich emporzieht -
je höher
schießt sie auch drüben empor.
Höchstes Lachen
und höchstes Weinen,
eines Schaukelschwungs
Gipfel sind sie.
Wenn die Himmlischen endlich
des Spieles müde,
dann wiegt sie sich
langsam aus.
Und zuletzt
steht sie still
und mit ihr das Herz
des, der in ihr saß.
Zwischen Weinen und Lachen
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
Freitag, 13. Januar 2012
Abscheu und Faszination
So wie Lachen und Weinen zusammen gehören, liegen wohl auch Faszination und Abscheu eng zusammen.
Dienstag, 22. November 2011
Kindheit
"Das Erstaunliche an der Kindheit ist,
daß sie nur vergehen kann."
Elfriede Jelinek: Im Prater, 2006
Sonntag, 20. November 2011
Donnerstag, 10. November 2011
Dienstag, 1. November 2011
Samstag, 29. Oktober 2011
Traum I
Die Nonnen in ihren schweren Kutten tummelten sich vergnügt
im warmen Wasser des Sees und als ich darin nackt zu ertrinken drohte bargen
sie mich ans Ufer in eine Märchenwunderwelt.
Die kleinen Häuser an der schmalen Schotterstraße waren mit rotbraun
leuchtenden Dachziegeln gedeckt, die Vorgärten, in denen Gemüse und
Blumen angebaut waren, wurden von Holzzäunen geschützt. Auf manchen
Fensterbrettern standen Blumentöpfe mit in kräftigem Rot blühenden Geranien.
Zwischen den Zäunen und der Straße verlief ein schmaler
Wiesenstreifen, an manchen Stellen wuchsen Grasbüschel auch in der Mitte des
Weges.
Die Sonne schien, die Vögel sangen, die Grillen zirpten und alles war
gut.(by a.k., Oktober 2011)
Samstag, 8. Oktober 2011
... wie am ersten Tag
[...]
Alles wie am ersten Tag - da steht auf der Anhöhe ein völlig unbekannter Junge von seltener Schönheit und spielt Gitarre, ich bin für ihn einfach ein zufälliger Passant, er braucht unsere Bekanntschaft nicht, meine Handlungen und Themen bedeuten ihm nichts, wie sehr ich mich auch bemühe.
[...]
(Jewgenij Charitonow: Die Röhre. In: ders.: Unter Hausarrest. Ein Kopfkissenbuch. Berlin 1996, S. 44)
Freitag, 7. Oktober 2011
Freitag, 30. September 2011
Trostmittel
Der Gedanke an den Selbstmord ist ein starkes Trostmittel:
mit ihm kommt man gut über manche böse Nacht hinweg.
Donnerstag, 29. September 2011
Heranwachsen
"Die Lern- und Studierzeit ist vornehmlich eine Selbstmordgedankenzeit, wer das leugnet, hat alles vergessen."
(Thomas Bernhard, in: Die Ursache. Eine Andeutung)
Sonntag, 25. September 2011
Genie
So lange man etwas nicht tut kann man sich immer noch in der Vorstellung wiegen ein Genie zu sein.
Donnerstag, 8. September 2011
Sonntag, 24. Juli 2011
Aus einem Brief
[...]
Eben war ich noch bei einem Zigarettenautomaten und als ich zurück gekommen bin, habe ich mir wieder einmal meine Fenster von der Straße aus angesehen. Da ich kein direktes Gegenüber habe komme ich ohne Vorhänge aus. (Ich mag Vorhänge nicht, hätte aber welche, oder vielleicht Jalousien oder so etwas Ähnliches, könnte man von Gegenüber in meine Wohnung sehen.) Und da ich im ersten Stock wohne, kann man von der Straße auch nichts von Bedeutung sehen.
Jedenfalls hat mich der Lichtschein aus meinen Fenstern denken lassen, dass es eigentlich recht einladend und gemütlich aussieht bei mir und ich habe mich recht zuversichtlich und frohen Mutes zu meinem Schreibtisch aufgemacht.
Es ist Mitternacht vorbei und ich werde wohl noch zwei oder drei Stunden hier sitzen, "lesen, lange Briefe schreiben" - nein Letzteres heute nicht mehr, Ersteres wahrscheinlich schon.
[...]
(by a.k., Jänner 1998)
Vergangenheit
Gerade grabe ich in meiner Vergangenheit - und frage mich nach der Sinnhaftigkeit des Tuns.
Freitag, 1. Juli 2011
Mittwoch, 20. April 2011
Spring is here
[...]
Spring is here!
Why doesn’t my heart go dancing ?
Spring is here!
Why isn’t the waltz entrancing?
No desire, no ambition leads me,
Maybe it’s because nobody needs me.
Spring is here!
Why doesn’t the breeze delight me?
Stars appear,
Why doesn’t the night invite me?
Maybe it’s because nobody loves me.
Spring is here I hear
(Lyrics by Lorenz Hart)
Spring is here!
Why doesn’t my heart go dancing ?
Spring is here!
Why isn’t the waltz entrancing?
No desire, no ambition leads me,
Maybe it’s because nobody needs me.
Spring is here!
Why doesn’t the breeze delight me?
Stars appear,
Why doesn’t the night invite me?
Maybe it’s because nobody loves me.
Spring is here I hear
(Lyrics by Lorenz Hart)
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