Samstag, 27. Oktober 2012
Samstag, 14. Juli 2012
What's The Life Of A Man
...
What's the life of a man any more than a leaf
Man has his seasons so why should he grieve
Though all through this life we appear fine and gay
Like a leaf we must wither and soon fade away
...
[trad.]
What's the life of a man any more than a leaf
Man has his seasons so why should he grieve
Though all through this life we appear fine and gay
Like a leaf we must wither and soon fade away
...
[trad.]
Sonntag, 10. Juni 2012
Der Wolkendurchleuchter
Der Wolkendurchleuchter:
Er durchleuchte,
Er durchsonne,
Er durchglühe,
Er durchwärme
Auch uns.
Rudolf Steiner
Montag, 14. Mai 2012
als ich vom Tod des P.K. erfuhr,
spielte die Stereoanlage grade dieses Lied:
Bettina Wegner: Cool sein
Manchmal sagen mir die Leute
man darf sein Gefühl nicht zeigen
denn die andern wünschten heute
lächelndes Geschwätz und Schweigen
Und wer dieses Spiel nicht spielt
wird daran zugrunde gehn
weil man auf die Schwächen zielt
dürfen andre sie nicht sehn
"Cool" ist eins der Lieblingsworte
Gut getarnt scheint halb gewonnen
Eisgesicht aus der Retorte
Produktion hat schon begonnen
Wenn man weint, ist man kein Mann
Kummer darf nie offen sein
weil nicht sein darf, was nicht kann
also heule stets allein
Lächerlich will ich mich machen
daß die Leute endlich merken
nur wer weint, kann wirklich lachen
nur wer schwach ist, hat auch Stärken
Nur, wer seine Trauer zeigt
Wut und Angst und Liebe auch
wer sein Fühlen nicht verschweigt
kriegt dafür auch, was er braucht
Wir sind nicht dazu geboren
um uns ewig zu verstellen
Wirklich sind wir nur verloren
wenn wir mit den Hunden bellen
Und Enttäuschungen tun not
was man gibt, kriegt man zurück
wer nicht leiden kann, ist tot
nur, wer Trauer kennt, kennt Glück
Nur, wer schreien kann, ertrinkt nicht
nur wer fällt, wird aufgehoben
nur, wer Dunkel kennt, der kennt Licht
nur, wer unten war, kennt oben
Grade, wer verletzlich bleibt
und wer Angst und Hoffnung kennt
Samstag, 14. April 2012
Dienstag, 28. Februar 2012
Wünsche
"Die Wünsche suchen uns aus, nicht wir die Wünsche, dachte Clara. Und mit zunehmendem Alter werden sie nicht weniger."
Sabine Gruber: Stillbach oder die Sehnsucht. München 2011, S. 32.
Samstag, 18. Februar 2012
Mittwoch, 15. Februar 2012
Der Eigensinn des Menschen ...
"Es entspricht der Beobachtung, dass sich Menschen nicht alles gefallen lassen.
An unerwarteten Stellen, die man vorher nicht kennt, entfalten sie ihren Eigensinn. Keine Enttäuschung braucht den Vorrat an Hoffnung völlig auf.
Was wir tun können, ist, uns auf dem konkreten Gebiet, auf dem wir selbst arbeiten, unendlich Mühe zu geben (...) Der Eigensinn des Menschen ist verlässlich und unbesiegbar. Er kehrt immer wieder. Er ist ein Phönix."
(Alexander Kluge, Interview, Spiegel 2/9.1.12)
An unerwarteten Stellen, die man vorher nicht kennt, entfalten sie ihren Eigensinn. Keine Enttäuschung braucht den Vorrat an Hoffnung völlig auf.
Was wir tun können, ist, uns auf dem konkreten Gebiet, auf dem wir selbst arbeiten, unendlich Mühe zu geben (...) Der Eigensinn des Menschen ist verlässlich und unbesiegbar. Er kehrt immer wieder. Er ist ein Phönix."
(Alexander Kluge, Interview, Spiegel 2/9.1.12)
Sonntag, 29. Januar 2012
SHOW ME THE PLACE
[...]
Show me the place
Help me roll away the stone
Show me the place
I can’t move this thing alone
Show me the place
Where the Word became a man
Show me the place
Where the suffering began
[...]
(Leonard Cohen: Old Ideas, Sony Music 2012)
Show me the place
Help me roll away the stone
Show me the place
I can’t move this thing alone
Show me the place
Where the Word became a man
Show me the place
Where the suffering began
[...]
(Leonard Cohen: Old Ideas, Sony Music 2012)
Sonntag, 15. Januar 2012
Zwischen Weinen und Lachen
Christian Morgenstern:
Zwischen Weinen und Lachen
Zwischen Weinen und Lachen
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
Eine Mondgöttin
und eine Sonnengöttin
stoßen im Spiel sie
hinüber, herüber.
In der Mitte gelagert:
Die breite Zone
eintöniger Dämmerung.
Hält das Helioskind
schelmisch die Schaukel an,
übermütige Scherze,
weiche Glückseligkeit
dem Wiege-Gast
ins Herz jubelnd,
dann färbt sich rosig,
schwingt er zurück,
das graue Zwielicht,
und jauchzend schwört er
dem goldigen Dasein
dankbare Treue.
Hat ihn die eisige Hand
der Selenetochter berührt,
hat ihn ihr starres Aug,
Tod und Vergänglichkeit redend,
schauerlich angeglast,
dann senkt er das Haupt,
und der Frost seiner Seele
ruft nach erlösenden Tränen.
Aschfahl und freudlos
nüchtert ihm nun
das Dämmer entgegen.
Wie dünkt ihm die Welt nun
öde und schal.
Aber je höher die eine Göttin
die Schaukel zu sich emporzieht -
je höher
schießt sie auch drüben empor.
Höchstes Lachen
und höchstes Weinen,
eines Schaukelschwungs
Gipfel sind sie.
Wenn die Himmlischen endlich
des Spieles müde,
dann wiegt sie sich
langsam aus.
Und zuletzt
steht sie still
und mit ihr das Herz
des, der in ihr saß.
Zwischen Weinen und Lachen
schwingt die Schaukel des Lebens.
Zwischen Weinen und Lachen
fliegt in ihr der Mensch.
Freitag, 13. Januar 2012
Abscheu und Faszination
So wie Lachen und Weinen zusammen gehören, liegen wohl auch Faszination und Abscheu eng zusammen.
Dienstag, 22. November 2011
Kindheit
"Das Erstaunliche an der Kindheit ist,
daß sie nur vergehen kann."
Elfriede Jelinek: Im Prater, 2006
Sonntag, 20. November 2011
Donnerstag, 10. November 2011
Dienstag, 1. November 2011
Samstag, 29. Oktober 2011
Traum I
Die Nonnen in ihren schweren Kutten tummelten sich vergnügt
im warmen Wasser des Sees und als ich darin nackt zu ertrinken drohte bargen
sie mich ans Ufer in eine Märchenwunderwelt.
Die kleinen Häuser an der schmalen Schotterstraße waren mit rotbraun
leuchtenden Dachziegeln gedeckt, die Vorgärten, in denen Gemüse und
Blumen angebaut waren, wurden von Holzzäunen geschützt. Auf manchen
Fensterbrettern standen Blumentöpfe mit in kräftigem Rot blühenden Geranien.
Zwischen den Zäunen und der Straße verlief ein schmaler
Wiesenstreifen, an manchen Stellen wuchsen Grasbüschel auch in der Mitte des
Weges.
Die Sonne schien, die Vögel sangen, die Grillen zirpten und alles war
gut.(by a.k., Oktober 2011)
Samstag, 8. Oktober 2011
... wie am ersten Tag
[...]
Alles wie am ersten Tag - da steht auf der Anhöhe ein völlig unbekannter Junge von seltener Schönheit und spielt Gitarre, ich bin für ihn einfach ein zufälliger Passant, er braucht unsere Bekanntschaft nicht, meine Handlungen und Themen bedeuten ihm nichts, wie sehr ich mich auch bemühe.
[...]
(Jewgenij Charitonow: Die Röhre. In: ders.: Unter Hausarrest. Ein Kopfkissenbuch. Berlin 1996, S. 44)
Freitag, 7. Oktober 2011
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