Samstag, 8. Oktober 2011
... wie am ersten Tag
[...]
Alles wie am ersten Tag - da steht auf der Anhöhe ein völlig unbekannter Junge von seltener Schönheit und spielt Gitarre, ich bin für ihn einfach ein zufälliger Passant, er braucht unsere Bekanntschaft nicht, meine Handlungen und Themen bedeuten ihm nichts, wie sehr ich mich auch bemühe.
[...]
(Jewgenij Charitonow: Die Röhre. In: ders.: Unter Hausarrest. Ein Kopfkissenbuch. Berlin 1996, S. 44)
Freitag, 7. Oktober 2011
Freitag, 30. September 2011
Trostmittel
Der Gedanke an den Selbstmord ist ein starkes Trostmittel:
mit ihm kommt man gut über manche böse Nacht hinweg.
Donnerstag, 29. September 2011
Heranwachsen
"Die Lern- und Studierzeit ist vornehmlich eine Selbstmordgedankenzeit, wer das leugnet, hat alles vergessen."
(Thomas Bernhard, in: Die Ursache. Eine Andeutung)
Sonntag, 25. September 2011
Genie
So lange man etwas nicht tut kann man sich immer noch in der Vorstellung wiegen ein Genie zu sein.
Donnerstag, 8. September 2011
Sonntag, 24. Juli 2011
Aus einem Brief
[...]
Eben war ich noch bei einem Zigarettenautomaten und als ich zurück gekommen bin, habe ich mir wieder einmal meine Fenster von der Straße aus angesehen. Da ich kein direktes Gegenüber habe komme ich ohne Vorhänge aus. (Ich mag Vorhänge nicht, hätte aber welche, oder vielleicht Jalousien oder so etwas Ähnliches, könnte man von Gegenüber in meine Wohnung sehen.) Und da ich im ersten Stock wohne, kann man von der Straße auch nichts von Bedeutung sehen.
Jedenfalls hat mich der Lichtschein aus meinen Fenstern denken lassen, dass es eigentlich recht einladend und gemütlich aussieht bei mir und ich habe mich recht zuversichtlich und frohen Mutes zu meinem Schreibtisch aufgemacht.
Es ist Mitternacht vorbei und ich werde wohl noch zwei oder drei Stunden hier sitzen, "lesen, lange Briefe schreiben" - nein Letzteres heute nicht mehr, Ersteres wahrscheinlich schon.
[...]
(by a.k., Jänner 1998)
Vergangenheit
Gerade grabe ich in meiner Vergangenheit - und frage mich nach der Sinnhaftigkeit des Tuns.
Freitag, 1. Juli 2011
Mittwoch, 20. April 2011
Spring is here
[...]
Spring is here!
Why doesn’t my heart go dancing ?
Spring is here!
Why isn’t the waltz entrancing?
No desire, no ambition leads me,
Maybe it’s because nobody needs me.
Spring is here!
Why doesn’t the breeze delight me?
Stars appear,
Why doesn’t the night invite me?
Maybe it’s because nobody loves me.
Spring is here I hear
(Lyrics by Lorenz Hart)
Spring is here!
Why doesn’t my heart go dancing ?
Spring is here!
Why isn’t the waltz entrancing?
No desire, no ambition leads me,
Maybe it’s because nobody needs me.
Spring is here!
Why doesn’t the breeze delight me?
Stars appear,
Why doesn’t the night invite me?
Maybe it’s because nobody loves me.
Spring is here I hear
(Lyrics by Lorenz Hart)
Dienstag, 27. Juli 2010
Alleinsein
"Um mich ausleben zu können wie ich will, bleibt mir nichs anderes übrig als das Alleinsein. Es ist eben so, daß mich Nähe tötet. Aber ich bin deshalb nicht zu bedauern. Jeder ist an allem selbst schuld"
(Thomas Bernhard)
Montag, 2. November 2009
Going Home
Randy Newman: Going Home
Going home
Going home
Oh the dark night is over now
I'm going home
To the land I love
To the land I love
And the one girl who waits for me
I'm going home
I will cross the sea
I will cross the sea
I am going home forever
I'm going home
Going home
Going home
Going home
(aus: Badlove, Dreamworks Records Nr. 450 115-2 DRD-50115, 1999)
Montag, 28. September 2009
Herbst
Der Erinnerungen sind so viele geworden - und selbst die angenehmen und guten werden zu einer Bürde.
Dienstag, 21. Juli 2009
Montag, 15. Juni 2009
der wunsch zu sterben
ich hatte den wunsch zu sterben.
also wurde mir gesagt, ich solle mir vorstellen zu sterben.
und ich habe mir vorgestellt, einzuschlafen und zu sterben.
und ich bin gefallen, gesunken.
in eine schlucht.
erst war es eine schlucht, die mir bekannt erschien, eine schlucht, an deren ende aus der höhe stürzendes wasser einen fall bildete, eine schlucht, in der ich schon als kind gespielt und herumgeklettert war.
dann veränderte sich die schlucht, sie wurde enger, die wände steiler, fast senkrecht.
erst waren sie kahl, graues gestein.
dann wurde es in der schlucht kalt, feucht, nebelig.
an den steinwänden wuchsen moose, farne, der nebel wurde immer dichter.
und ich bin gesunken, nicht gefallen oder gestürzt, sondern gesunken.
langsam, tiefer, immer tiefer, durch das unergründliche grau des nebels.
manchmal wurde der nebel kurzzeitig lichter, ich konnte wieder die moos- und farnbewachsenen glatten felswände wahrnehmen.
und bin gesunken ... lange ... sehr lange ... ewig ...
und bevor ich meinte, nichts mehr wahrzunehmen, nicht die schlucht, nicht das sinken, die kälte, die feuchtigkeit, den nebel,
da verschwand der nebel
es wurde trockener
es wurde wärmer
ich hatte aufgehört zu sinken,
war nicht mehr inder schlucht
sondern
lag auf einer wiese.
es war keine besondere wiese, einfach eine wiese.
auf einer seite irgendwo eine strasse, dahinter ein wald,
auf der anderen seite häuser, menschen, leben,
vor mir wohl eine stadt irgendwo,
über mir blauer himmel, ein paar wolken, ein kondensstreifen.
es machte keinen sinn zu sterben.
es würde nichts verändern.
[by a.k, 2009; alle rechte vorbehalten]
Freitag, 15. Mai 2009
Sonntag, 3. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009
Unsere tiefgreifendste Angst
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns: Wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert und phantastisch zu nennen?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?
Du bist ein Kind Gottes.
Sich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich klein zu machen, so dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt zu leuchten, wie es Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.
[aus: Marianne Williamson, Rückkehr zur Liebe, Goldmann Verlag 1995, Seite 180]
Nelson Mandela hat diese Aussagen in seine Antrittsrede im Jahre 1994 als Staatspräsident von Südafrika eingebaut.
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