Montag, 16. März 2009

Krokus







(by a.k. 2009; alle Rechte vorbehalten!)



Am Fluss




Heute bin ich lange am Fluss gesessen – und dann doch wieder nicht heim gegangen.


(Heute bin ich lange am Fluss gesessen – und dann doch wieder heim gegangen.)


[a.k.]


Dienstag, 10. März 2009

Abschiede












Abschiede

(Schnitz-, Ton- und Specksteinarbeit by a.k. 2005; alle Rechte vorbehalten!)







Samstag, 7. März 2009

Kreuz




(by a.k. 2009; alle Rechte vorbehalten!)

Freitag, 6. März 2009

Der Mann, der so gerne nicht mehr leben wollte





Herman Van Veen:

Der Mann, der so gerne nicht mehr leben wollte

Da war ein Mann, der wollt' so gerne nicht mehr leben
Was er auch ansah, er sah alles grau in grau
Der Trieb war ihm schon von Geburt an mitgegeben
Wie einem anderen sein starker Körperbau
In jedem Mai verspürte er ein heißes Drängen
Am nächsten grünen Ast sich schnurstracks aufzuhängen
Kein frommer Wunsch, jedoch bescheiden sicherlich
Des Menschen Lust, das ist sein Leben, finde ich

Jedoch er konnte es nicht, schon damals nicht als Junge
Wenn er am Nachmittag allein am Bahndamm saß
Hätt' er gern Schluß gemacht mit einem kühnen Sprunge
Um zu vergessen - und er wußte nicht mal, was
Er wollte seine Eltern nicht ins Unglück treiben
Aus diesem Grunde ließ er's immer wieder bleiben
Ein Mensch, der ständig sein Gewissen mit sich schleppt
Ist, wie man sehn kann, oft ganz schön gehandicapt

Er nahm sich vor, den Tod der Eltern abzuwarten
Zu seinem Glück waren deren Tage bald gezählt
Die Hand des Schicksals mischt oft seltsam ihre Karten
Inzwischen hatte er sich nämlich noch vermählt
Er kaufte einen großen Vorrat an Tabletten
Genug, um endlich sich zur ew'gen Ruh zu betten
Wieviel er nehmen mußte, wußte er genau
Er nahm sie nicht, nein, er nahm Rücksicht auf die Frau

Und als sie endlich dann gestorben war nach Jahren
Gelang's noch immer nicht, trotz tiefster Depression
In den so lang ersehnten Hafen einzufahren
Da war die Tochter noch und auch der kleine Sohn
Daß die Geduld ihm schwand, wer konnt' es ihm verdenken
Er war jetzt fest entschlossen, bald sich zu ertränken
Er dachte: Lieber Gott, ach wär's nur schon vorbei
Und daß der Platz dicht bei der Brücke richtig sei

Er zog die Kinder groß und als sie ihn verließen
Da glitt ein fast schon froher Zug um seinen Mund
Er ging zum Fluß beschwingt, sein Leben zu beschließen
Doch auf der Brücke fand er einen kranken Hund
Am liebsten hätte er ihn in der Luft zerrissen
Indes ihn plagte wieder einmal sein Gewissen
Er nahm ihn mit, behielt ihn bis zur letzten Stund'
Selbst da noch dachte er: Wer sorgt jetzt für den Hund?

Da war ein Mann, der wollt' so gerne nicht mehr leben
Er hatte nicht mal einen ganz bestimmten Grund
Ich könnt' ihm etliche gleich aus dem Stegreif geben
Und dabei fühl' ich mich noch seelisch recht gesund ...
Mein Gott, um endlich an sein liebstes Ziel zu kommen
Hätt' jeder andre es nicht so genau genommen
Wie dem auch sei, das hat der Mann nun doch getan
Er starb normal wie jeder andre irgendwann


(An Eine Ferne Prinzessin, Polydor/Universal 1992)



Montag, 9. Februar 2009

einzigartig


Jeder Mensch ist ist ein einzigartiges Wesen wie es kein weiteres auf der Welt gibt. Das aber ist kein Grund zu glauben, er sei deswegen auch schon etwas Besonderes.

(nach Dr. Norbert J. Mayer)




Donnerstag, 15. Januar 2009

Blatt im Wasser




Blatt im Wasser / Leave in Water


(by a.k. 2008; Alle Rechte vorbehalten!)





Mittwoch, 14. Januar 2009

Angst




"Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, dass es nach dem Tod weitergehen könnte. [...] Wenn ich gestorben bin, dann soll verflucht noch mal Schluss sein."



Johannes Mario Simmel (1924-2009)





Samstag, 27. Dezember 2008

Un perro andaluz






[Bilder aus: "Un perro andaluz" von Luis Buñuel und Salvador Dali]


"Doch was vermag ich [...] gegen dieses stumpfsinnige Pack, das ‚schön‘ oder ‚poetisch‘ gefunden hat, was im Grunde nur ein verzweifelter, ein leidenschaftlicher Aufruf zum Mord ist.“
[Luis Buñuel: La Révolution surréaliste]


Die beiden Hauptdarsteller des Films begingen Selbstmord.
[Quelle: Wikipedia]



Donnerstag, 11. Dezember 2008

Das Leben




"Das Leben ist manchmal so mühselig, da ist Erschießen eine richtige Gnade."




[Malediva: "Elfi und Herr Lederer"]

Donnerstag, 20. November 2008

narzisstische Kränkung

... narzisstischen Kränkungen vorbeugen, in dem man selbst rechtzeitig kränkt ...

[a.k.]

Donnerstag, 11. September 2008

Angst



[...]

Es gibt eine Angst,
die macht klein,
die macht einen krank und allein.
Und es gibt eine Angst,
die macht klug,
mutiger,
freier von Selbstbetrug.

[...]



(André Heller: "Angstlied", 1978)




Dienstag, 26. August 2008

Today has been a lonesome day





Today has been a lonesome day

Today has been a lonesome day

Today has been a lonesome day

And it looks like tomorrow'll be the same old way


(Woody Guthrie, 1912-1967)





Freitag, 8. August 2008






[a.k.]

Freitag, 9. Mai 2008

Wer einsam ist, der hat es gut ...





Wilh
em Busch:

Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut
weil keiner da, der ihm was tut.

Ihn stört in seinem Lustrevier
kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,
und niemand gibt ihm weise Lehren,
die gut gemeint und bös zu hören.

Der Welt entronnen, geht er still
in Filzpantoffeln, wann er will.
Sogar im Schafrock wandelt er
bequem den ganzen Tag umher.

Er kennt kein weibliches Verbot,
drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Geschützt vor fremden Späherblicken,
kann er sich selbst die Hose flicken.

Liebt er Musik, so darf er flöten,
um angenehm die Zeit zu töten,
und laut und kräftig darf er prusten,
und ohne Rücksicht darf er husten,
und allgemach vergißt man seiner.
Nur allerhöchstens fragt mal einer:
Was, lebt er noch? Ei Schwerenot,
ich dachte längst, er wäre tot.

Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,
läßt sich das Glück nicht schöner malen.

Worauf denn auch der Satz beruht:
Wer einsam ist, der hat es gut.




Sisyphosarbeit

"Irgendwie läuft es immer darauf hinaus: zu sich selbst stehen, in all seiner Widersprüchlichkeit oft, sich mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten aussöhnen. Dann kann man sie auch anderen gegenüber vertreten. Aber das ist oft eine Aufgabe für ein ganzes Leben ..."

(aus einem Brief an einen jungen Freund, August 2004)


[by a.k.; alle Rechte vorbehalten]






Samstag, 3. Mai 2008

ohne Mitte







[by a.k. 2008; Alle Rechte vorbehalten]




Sisyphos

Freiheit bedeutet das Aushalten von Sinnlosigkeit.
Sisyphos ist von den Göttern verdammt, einen Stein auf einen Berg zu wälzen, der immer wieder kurz vor dem Gipfel nach unten rollt. Die ständige Auflehnung in der Revolte gegen dieses Schicksal gibt dem Leben seinen Wert.




Dienstag, 13. November 2007

da auch ich nicht jünger werde ....




Günter Ullmann:

Der Panthersprung

Ich werde 47 und - spüre in mir Angst.

Auf einmal denke ich daran:  Mit 11 sprang ich von einem Felsen auf eine Birke.

Der Abgrund ist immer tief.

Damals habe ich mich getraut.


in: Aus dem Leben. Miniaturen. M. und N. Boesche Verlag. Berlin, Haifa 1994.



Sonntag, 11. November 2007

es gibt es ....

... das andere Amerika:


Who Will Tell The People

Text und MusiK: David Rovics


The CIA is pushing crack in the ghettoes of LA
While the food crops in Colombia get sprayed by the DEA
The FBI is reading your email with something called the carnivore
And the rich are getting richer while the poor are staying poor
They're launching nuclear-powered ships up into space
One little accident could wipe out half the human race
And they're putting radioactive waste into your silverware
Or maybe your toaster or perhaps your wheelchair

The Air Force is bombing people in Iraq every other day
They don't like the government so the children have to pay
The ozone hole is spreading and the sheep are going blind
While the US spends more on arms than the rest of the world combined
Journalists are getting fired from San Jose to Atlanta
When they write about reality, not a fluff piece for Fanta
A death threat every week and sometimes life is short
When the truth is too dangerous for someone to report

(Chorus)
Who will tell the people that free speech is a ruse
The corporations run the country and then they make the news
Is it media or mind control, heroic victories or crimes
Who will tell the people that we're living in these times

The cancer rates are skyrocketing though people are smoking less
If you live near a nuke your life is bound to be a mess
Clean water's almost gone all over the earth
And what's left they want to privatize and see how much it's worth
Chevron is gunning down the students of Nigeria
Turning the land to waste while the babies die of dyptheria
And the weather's getting hotter, the world's forests are on fire
Pretty soon Brazil will be one giant funeral pyre

(Chorus)

One in three adult Americans cannot read or write
And their children go to bed hungry every night
And two million US citizens are rotting behind bars
And while they're there they're working hard building parts for cars
And the Army's running torture schools to keep the earth under control
And they're relocating Navajos so they can mine some extra coal
Our taxes pay McDonald's to sell tumors in Shanghai
While a hundred thousand poisoned vets are just about to die

(Chorus)

And the people are resisting wherever you may go
And this is the single biggest fact they don't want you to know
From New Delhi to New Mexico there are battles going on
And the darkest hour is just before the dawn
And in Berkeley and New York they're raiding radio stations
Trying to turn the voice of the people into the voice of the corporations
Will we seize the airwaves, wipe the sweat off of our brow
Stand and face the beast and shout, "Democracy Now!"

(Chorus)



Aus dem Album: Living in These Times